Konfirmation

In der Konfirmation bestätigen die Jugendlichen ihre Taufe. Das Wort Konfirmation kommt aus dem Lateinischen und bedeutet so viel wie "Befestigung" oder "Bekräftigung". Denn die meisten Konfirmandinnen und Konfirmanden wurden als Kleinkinder getauft. Die Entscheidung haben ihre Eltern für sie getroffen. In der Konfirmation sollen sie diesen Schritt bewusst nachvollziehen. Durch das Mitsprechen des Glaubensbekenntnisses sagen die Konfirmanden zu ihrer eigenen Taufe "Ja" und werden zu mündigen Mitgliedern der Kirche.
Die Konfirmation kennzeichnet den Übergang der Jugendlichen in die Welt der Erwachsenen.
Bekanntermaßen leben wir in einer sehr schnelllebigen Zeit. Dies ist auch und gerade im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit deutlich zu spüren, so dass es nötig ist, die eigenen Konzepte stetig den bestehenden Anforderungen anzupassen. Dies gilt auch für den Konfirmandenunterricht.
Die Kirchenvorstände unserer Gemeinden haben sich deshalb im ersten Halbjahr 2007 intensiv mit dem sog. 3/8 Modell, auch als Hoyaer Modell bekannt, beschäftigt und nachdem alle potentiellen Eltern zu einem Infoabend eingeladen wurden und sich die (wenigen) anwesenden Eltern für das Modell ausgesprochen haben,wurde das Modell im November 2007 eingeführt.
Das Hoyaher Modell - KU3/8
Das Hoyaher Modell bzw. des Konfirmandenuntterrichts in der 3. und 8. Schulklasse (KU3/8) sieht einen zweigeteilten Unterricht vor. Eine erste Phase findet in der 3. Klasse statt. Sie beginnt jeweils im September und endet im kommenden Jahr im Mai. Diese Phase ist sehr spielerisch und kindgerecht orientiert und soll an den Kindergottesdienst anknüpfen.
• Die erste Phase
In dieser Phase werden an jeweils 4 Nachmittagen die Themen Kirchenjahr, Tauf und Gemeindeleben bearbeitet. Am Ende der Einheit Taufe steht ein gemeinsamer Tauferinnerungsgottesdienst in der Kirche und den Abschluss der gesamten Zeit bildet ein gemeinsamer Ausflug.
Elementarer Bestandteil dieser Phase ist die Einbeziehung der Eltern und ggf. ältere Konfirmanden im Unterricht. Konkret heißt das, dass neben dem Pfarrer immer eine Mutter oder ein Vater, sowie eine jugendliche Helferin bzw. ein jugendlicher Heilfer für die Erarbeitung eines Theams verantwortlich sind. Die Einheiten werden gemeinsam geplant und auch gemeinsam durchgeführt.
• Der Konfi-Club
Nach dieser Phase wird ein Konfi-Club angeboten in dem die Kinder einmal im Monat am Freitagnachmittag zusammenkommen können.
• Die zweite Phase
Die zweite Phase findet in der 8. Klasse statt und endet mit der Konfirmation nach einem guten Jahr. Diese Phase beinhaltet die Erarbeitung verschiedener Themen wie z.B. Gottesdienst, Kirchenjahr, Bibel, Jesus Christus, Gebet, Tod und Sterben im monatlichen Blockunterricht.
Jeweils an einem Samstagvormittag (9.30 bis 12.30 Uhr) werden die Themen erarbeitet. Darüber hinaus werden Exkursionen (z.B. nach Neu Erkerode) unternommen oder es finden Themenwochenende wie das Jugendseminar "Schritte gegen Tritte" statt.
In den Sommerferien findet eine zweiwöchige Freizeit zum Thema Leben in der Gemeinschaft - untereinander und mit Gott statt. Während dieser Freizeit beschäftigen wir uns intensiv mit dem apostolischen Glaubensbekenntnis und fragen, was es heißt an Gott zu glauben.
Vorstellungsgottesdienst
Am Ende der Konfirmandenzeit steht der sog. Vorstellungsgottesdienst, der den früheren Prüfungsgottesdienst ersätzt hat. Dieser Gottesdienst wird von den Konfirmanden vorbereitet und durchgeführt und ist immer wieder ein kleiner Höhepunkt vor der eigendlichen Konfirmation.
Die Konfirmation
Die Konfirmationen unseres Pfarrverbands finden in der Regel an den drei Sonntagen nach Ostern statt.
| 1. Sonntag nach Ostern Quasimodogeniti 2. Sonntag nach Ostern Misericordias Domini 3. Sonntag nach Ostern Jubilate |
Eine Besonderheit in Gielde ist die Tradition des Turmsingens. Am Abend vor der Konfirmation treffen sich die Konfirmanden in der Kirche und singen gemeinsam vom Kirchturm zur versammelten Gemeinde vor der Kirche.

